Bonbon aus Wurst - Mein Leben

"Ich habe 1992 bereits handgeschriebene Erinnerungen vorgelegt, die aber aufgrund meines damaligen Zeitmangels und meiner Beschränktheiten zum größten Teil auf erfundenen Lügenmärchen basierten. Jetzt ist es an der Zeit aufzuräumen."
Helges neuestes Werk ist erschienen! Mit Helges Originalstimme als Hörbuch und für Alle, die lieber selber lesen, in Papierform.

»Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Versuchen wir es mal hier: Ein Wolkenbruch geht über Köln hernieder. Ich sitze beim Frisör und lasse mir per Computer ein paar Frisurmodelle vorführen. Es ist nichts dabei, wie immer. Der Frisör hat einen abstehenden Daumen vom vielen Haareschneiden. Als Superpromi (ich habe gerade Katzeklo komponiert, 1993) muss man auf sein Äußeres achten. Doch die Auswahl fällt schwer. Es gibt ja schon alle Frisuren, und ich interessiere mich nur für extravagante Kuriositäten. Ein damaliger Fehler von mir, aber das war der Zeitgeist. Jetzt betritt der berühmte Filmproduzent John Fichteshymer (Name geändert) den Salon und erkennt mich, da ich am Vortag im Fernsehen war, bei Biolek. Hammersendung, wo ich auf Fips Asmussen traf, der mir vier Witze erzählte, und zwar die folgenden (...).«

... man singt doch: „Nimm diesen Strauß, mein Schatz, und tu ihn in die Vase.“ Also Romantik pur, das zum Beispiel ist meine Devise. Auch privat. Ich habe immer etwas in der Tasche, wenn ich nach Hause komme, mal ein kleines Plüschtier, das ich aus dem Automaten gezogen habe, mal eine kleine Flasche Eierlikör, mal nichts. Denn nichts ist auch was. Das muss man sich immer wieder neu interpretieren. Eine Frau mit nichts an ist seit Menschengedenken eine Einladung zum Schmusen...